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Wieder mehr Wohnungseinbrüche
bild_1.jpgNachdem die Zahl der Wohnungseinbrüche in den letzten Jahren rückläufig war, scheint dieser erfreuliche Trend nun gestoppt. Zu diesem Schluss kommt die Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS), die in ihrem Bericht für 2009 die Daten aller 16 Bundesländer auswertete und jetzt veröffentlichte.

Hauptgründe dafür sind unzureichend gesicherte Haus- und Wohnungstüren und Fenster, die es den Dieben leicht machen, in Wohnungen einzudringen.

„Arbeitszeit“ der Täter: zwischen 6 und 21 Uhr

Besonders der Anteil an Tageswohnungseinbrüchen (TWE) hat sich drastisch erhöht, denn zu dieser Zeit sind die Bewohner und Nachbarn meist außer Haus. In Baden-Württemberg nahm die Anzahl der TWE gar um 32,5% zu. Wie das dortige Innenministerium meldete, haben sich speziell im süd- und nordbadischen Raum die Tageswohnungseinbrüche annähernd verdoppelt.

In Berlin stieg die Zahl der Tageswohnungseinbrüche um 33,9% auf 4.960. Und auch in Niedersachsen sei der Anstieg bei Wohnungseinbrüchen (+ 1.000) auf Taten zurückzuführen, die während der Tageszeit begangen wurden.

Eine Ausnahme bildet Bayern, wo die Zahlen erfreulicherweise rückläufig sind. Die Diebstähle sanken hier um 5,3% und die Anzahl der Tageswohnungseinbrüche um 4,4%. „Dieses erfreuliche Ergebnis ist nicht nur der polizeilichen Präsenz, sondern auch der engagierten Präventionsarbeit unserer Polizeibediensteten vor Ort zu verdanken“, verkündete Bayerns Innenminister Joachim Herrmann.

Beratung durch Fachhandel und Polizei zeigt Erfolge

Die Präventionsarbeit lohnt sich. Erkennbar ist dieses an der Anzahl der gescheiterten Wohnungseinbrüche.
Geeignete Sicherungs- und Einbruchschutzmaßnahmen durch die Bewohner konnten eine Vielzahl von Einbrüchen verhindern.

So blieb es in Hessen in 3.391 Fällen lediglich beim Einbruchsversuch. Insgesamt wurden hier jedoch 8.573 Wohnungseinbrüche gemeldet. In Hamburg waren es 2.640, an Sicherungsmaßnahmen gescheiterte Einbruchsversuche.

Einbruchschutz an Türen und Fenstern lohnt also. Das zeigen die Zahlen der letzten 15 Jahre deutlich. So sind 1993 nur 28,3% der Einbrüche gescheitert. Im Jahr 2008 waren es schon 38,2%, erzielt durch geeignete Sicherungsmaßnahmen.

Dennoch, einen Grund zur Entwarnung gibt es nicht. Nach wie vor ist eine gründliche Beratung durch den Fachhandel und die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen empfehlenswert, denn jede zweite Straftat in Deutschland ist ein Diebstahldelikt. Und nach wie vor wird in Deutschland alle zwei Minuten ein Einbruch verübt.